Montag, 16. Juli 2007

Ja! – Meine Rückkehr nach Berlin

Pünktlich und wie versprochen... Mitte Juli, also am 15. Tag des Monats (wobei das war schon in der Nacht), erreichte ich den ZOB-Bahnhof in Berlin. Mit der Pünktlichkeit klappte es doch nicht so, wie geplant: Der Bus hatte wegen der Grenzkontrolle über vierzig Minuten Verspätung. Meine Versprechung konnte ich aber trotzdem erfüllen. Der Tag stimmte.

Sharan, ein Kollege von der Nähe der Brunnenstraße, wo ich im März-Mai wohnte, erklärte sich bereit, mir eine Übernachtung zu geben. Erst am folgenden Tag sollte ich für zwei Wochen in die Übergangsunterkunft kommen. Und das auch nur dank guter Freunden, die zu der Zeit in den Urlaub fuhren. Von hier aus, von der Viktoriastadt, begann meine Wohnungssuche (dazu aber noch später).

Also die Übernachtung bei Sharan. Der Arme musste über zwei Stunden (oder sogar mehr) in der Nacht auf mich warten. Vom Schlafengehen könnte gar keine Rede sein; wer würde mir dann die Tür öffnen?

Vom Osten in Berlin eingereist, fuhr mich und einige weiteren Zehner der Passagiere der Busfahrer durch die ganze Stadt nach Charlottenburg-Wilmersdorf. Meine Bitten, dass er mal am Alex oder Unter den Linden anhaltet, damit ich näher nach Hause habe, bewirkten nichts. Ich musste von der Messe Nord zurück nach Mitte. So was Absurdes passiert. Kein Wunder: Wenn jemand schematisch denkt, dem ist es schwierig, seine Denkweise zu verändern.

Gott sei Dank war Sharan nicht böse; mindestens gab er von sich nichts dieser Richtung kund. Nachdem wir uns noch einige Stunden unterhielten (bis es draußen hell wurde), konnte ich sogar in seinem Bett schlafen, während er auf der Couch schlief.

Bevor ich aber Sharans Wohnung erreichte, stieg ich bewusst Invaliden-/Ecke Brunnen- anstatt U-Bernauerstraße aus, zog meinen Koffer hinter mir und ging an der Tür der im Frühling gemieteten Wohnung vorbei.

Brunnenstraße 36 und ein bisschen Nostalgie: An der Haussprechanlage waren noch unsere Namen – von Cezary, Tomaš und mir. Gutes Zeichen: „In Berlin sind wir immer noch willkommen“ – dachte ich, lächelte und ging weiter. Die Uhr zeigte kurz nach drei.

Bevor ich aber einschlief, hatte ich eine Stunde des Zweifels: Bin ich tatsächlich in Berlin willkommen? War das richtige Entscheidung hierher zu kommen? Irgendetwas flüsterte mir aber zu: Du wirst schon sehen, ja!

1 Kommentar:

Anonym hat gesagt…

Veni, vidi...komentuję. I czuję się zagubiona, bo z jednej strony powinnam Ci życzyć, by absurdów zdarzało Ci się jak najmniej, ale z drugiej strony - jeśli nie będą Ci się zdarzać, to nie będziesz miał o czym pisać;) Acha, a przy okazji: czemu służy ta cenzura ? Naprawdę jest taka potrzeba ?